Interview mit "Ringo Ska"

Samstag, 25. August 2007

K.-J.: Wie lange gibt es Ringo Ska schon?

Robert: Äh...seit 2001, nein 2002.

Stefan: 2001 haben wir angefangen und hatten dann 2002 den ersten Auftritt.

K.-J.: Woher kennt ihr euch denn? Wohnt ihr im selben Ort oder seid zur selben Schule und in die selben Clubs gegangen?

Robert: Das stimmt alles.

Urs: Wir kommen aus dem selben Ort und sind dort zur selben Schule gegangen und in die selben Clubs.

K.-J.: Wieso habt ihr euch gerade für Beatles-Cover entschieden?

Urs: Die Beatles haben einfach die schönsten Melodien gepaart mit dem besten Rhythmus. Und wir sind natürlich alle Fans.

K.-J.: Wie viele Auftritte absolviert ihr ca. pro Jahr?

Stefan: Normalerweise so ungefähr 30, dieses Jahr werden es aber wohl eher so um die 20 sein.

K.-J.: Habt ihr noch Lampenfieber vor Auftritten?

Robert: Also bei Clubauftritten eigentlich nicht. Wenn das Publikum etwas größer ist, zum Beispiel auf Open Airs, dann schon. Das kommt immer drauf an. Oder auch wenn der Sound total schlecht ist und man weiß, dass es sich auf den Monitoren nicht gut anhört, oder man sich selbst nicht hört. Nach außen hin fällt das wahrscheinlich gar nicht auf, aber man selbst ist dann nervös.

K.-J.: Spielt ihr denn lieber in Clubs oder auf Open-Airs?

Robert: Das hat beides so seine Vorteile. Auf Open Airs hat man meistens ein größeres Publikum, aber in Clubs steht man auch auf der Bühne näher zusammen, da ist es schwitziger.

Christian: Ich mag Clubs lieber.

K.-J.: Warum?

Christian: Weil Clubs halt eben schwitziger sind.

K.-J.: Was waren denn bisher so eure Konzerthighlights?

Urs: Natürlich die Zeit mit Dick Brave. Wobei man da ja auch sagen muss, dass ein Großteil des Publikums ja nicht wegen uns da war auf den Konzerten.

Stefan: Die Kieler Woche war auch ganz schön.

K.-J.: Gab es auch mal totale Desaster?

Robert: Wir waren einmal als Beatles-Coverband angekündigt mit original Kostümen und so. Da haben die Leute natürlich was anderes erwartet. Nach uns sollte noch eine ABBA-Coverband spielen, da wollten wohl die Leute, dass wir endlich aufhören, aber wir haben das eisenhart durchgezogen. Als wir hinterher unser Zeug weggeräumt haben, haben uns noch ein paar Leute angesprochen, dass es denen voll peinlich ist, wie das gelaufen ist. Es gab halt doch noch ein paar Leute, die das gut fanden, aber das Gros hat etwas anderes erwartet. Das war aber auch das einzige Mal. Ansonsten ist es halt immer nur ein Fiasko, wenn der Sound scheiße ist.

K.-J.: Seid ihr haupberuflich Musiker oder lebt ihr eigentlich von was anderem?

Robert: Stimmt beides, was du sagst.

K.-J.: Wer von euch ist denn hauptberuflich Musiker? Du wahrscheinlich?

Robert: Ja, genau. Ich und mein Bruder.

K.-J.: Was macht ihr anderen so?

Stefan: Ich bin Angestellter in der Industrie.

Urs: Ich bin Landschaftsgärtner. Hab also auch normale, geregelte Arbeitszeiten.

K.-J.: Gibt es denn manchmal Konflikte zwischen den Live-Auftritten und den sonstigen beruflichen Verpflichtungen?

Urs: Also wenn man sich organisiert, geht das eigentlich. Das bedeutet aber natürlich manchmal auch, dass man Teile von seinem Urlaub opfern muss. Wenn man auf Tour ist, dann sowieso. Dann muss man eben die 10 Tage oder 2 Wochen, die das dauert, Urlaub nehmen. Aber auch, wenn zum Beispiel mal Freitags was in Hamburg ist oder so. Dann ist ja klar, dass man den Freitag auch frei braucht.
Stefan: Mittlerweile kriegen wir das auch gut hin. Anfangs hats ein bißchen gedauert, bis das eingespielt war intern, aber mittlerweile gibt es klare Regelungen und es gibt eigentlich wenig, was man absagen muss. Die Auftritte weiß man ja auch immer schon ein paar Monate im Vorfeld und kann dann planen.

K.-J.: Seid ihr noch in anderen Bands oder Musikprojekten aktiv?

Stefan: Der Urs und ich spielen noch in einer anderen Reggae /Ska-Band, die heißt N'Gobo N'gobo.

Robert: Ja, wir haben verschiedene Sachen. Eine andere Band, die heißt Running Five, da spielen wir eigentlich fast nur Rock'n'Roll. Die gibt es auch immer noch, in verschiedenen Besetzungen, auch in ganz großen Besetzungen mit Streichern und so. Dann halt noch so Gala-Projekte zum Geld verdienen.

K.-J.: Du machst doch auch noch diese „Viva las Vegas“- Elvis-Show?

Robert: Ja genau. Das ist auch noch so ein Standbein.

K.-J.: Spielt ihr noch weitere Instrumente?

Urs: Ich spiele noch Gitarre in der anderen Band.

Stefan: Ich spiel auch ein bißchen Gitarre, aber mehr so für mich privat.

K.-J.: Was wünscht ihr euch für eure musikalische Zukunft?

Robert: Viel viel Geld!

K.-J.: Das sagen sie alle.

Christian: Autos!

Stefan: Macht!

Urs: Als was Eigenständiges zu gelten. Mit Beatles-Covers ist man halt eine Coverband. Zur Hälfte sind wir eine, klar. Aber zur Hälfte auch nicht, weil wir ja alles verändern. Und wenn das dann am Ende, wenn es uns mal nicht mehr geben sollte, dasteht als eigenständige Sache, dann wär das Ziel für mich erreicht. Das man halt nicht in dem Regal bei den Coverbands steht.

Robert: Sehr schön gesagt.

K.-J.: Das wars dann auch schon, vielen Dank!