Jordans Drive und Boppin'B in Luxemburg (Blues Express)
Sehr lange schon freute ich mich auf den Blues Express 2007 um dort unter anderem seid langem mal wieder kräftig zu feiern, so waren doch fast Schulferien.
Nachdem ich am Freitag also nach sechseinhalb Stunden im wunderschönen Perl bei meiner Lieblings-Saarlandsfamilie den Beckers ankam und wir alle mit Sabine und Richard abends noch schön den Wein bei Sonnenschein genossen, wurde ersteinmal ausgeschlafen. An dieser Stelle schon einmal ein ganz liebes Dankeschön an meine Laura für ihr Bettchen, es war sehr gemütlich. ;-)
An diesem Jahr sollten gleich zwei geniale Bands spielen, Jordans Drive und wie letztes Jahr Boppin'B.
Jordans Drive sollten um 19:00 in der „halle des trains“ spielen und Boppin'B um 1:00 Uhr im Zelt in Lasauvage. Beide Bands hatten wohl nicht so die besten Spielzeiten- so viel schon einmal vorhergesagt.
In der wunderschönen Zughalle hatten wir alle schon letztes Jahr ein super Konzert mit Boppin'B erlebt und so freuten wir uns alle, dass dort wieder guter Rock'n'Roll stattfand, dieses Mal aber von Jordans Drive.
Um sieben Uhr befanden sich tatsächlich lediglich wir in der Halle, unfassbar, doch so konnte Gitarrist Jaco schließlich jeden Besucher mit Handschlag begrüßen.
Mit dem Lied „When you're smiling“ und „Sheik of Araby“ begeisterten Jordans Drive sehr, denn wir waren schon gespannt gewesen, wie die ganze Show ohne Ex-Sänger Mr.Silver ablaufen würde. Ich muss sagen- meinen Respekt: Vom ersten Ton an hat alles wunderbar funktioniert!
Bei „Bueno Sera“ und „Hit the road Jack“ stand wohl kein Fuß still, ok, so viele waren es ja auch noch nicht. Mit der Zeit kamen dann aber tatsächlich immer mehr Menschen und erfreuten sich an der Rock'n'Roll-Musik. Die „variablen“ Musiker wie Trompeter Rassi oder Saxophonist John mischten das Publikum immer gut auf, indem sie sich unauffällig dazustellten und tanzten, während sie spielten.
„Der nächste Song ist ein Song für Deutschland“, so wurde ein weiterer Song angekündigt und ich freute mich riesig, als die Töne von „I will let you go“ erklangen, eines meiner absoluten Favoriten. Trotz kleinerer Anwesenheit wurde auch die Stimmkräftigkeit getestet bei unter anderem „Girls, girls, girls“ und man kann zufrieden sein denke ich. Neben Songs wie „These suits“ war aber gegen 20:15 erst einmal das Konzert beendet, doch tatsächlich fanden sich viele Leute, die natürlich nach einer Zugabe verlangten und meiner Meinung nach hätten Jordans Drive kein besseres Lied als „Can't take my eyes off you“ auswählen können, ich liebe diesen Song einfach! Danach musste aber abgebaut und Platz geschaffen werden für die nächste Band.
Tausend Dank für so ein tolles Konzert! Ich hoffe, man sieht sich bald wieder!
Ein Fotograf wies unsere Sabine noch daraufhin, dass sie doch in seiner Fotoausstellung in der Expo in Lasauvage ausgestellt sei, er hätte sie wiederkannt.
Gespannt darauf beschlossen wir noch etwas die Aussicht zu genießen und den mobilen Bands zu belauschen, wie z.B. der „Lousiana Dixi Band“, „Les Farfadets“ (mit Geige) oder dem „L'éclat Sax“ (sogar mit Baritonsaxofon im Stehen und Laufen, Respekt!). Nach einem kurzen Snack und der Entscheidung mit dem Minièresbunn nach Lasauvage zu fahren, sprich einer Art alten Bimmelbahn, ergatterten wir auch beim zweiten Versuch einen hart erkämpften Wagon, in den wir gerade so alle hineinpassten. ;-) Der Weg führte uns durch einen Untertagebau und ruckelte auf jeden Fall erst einmal jeden wach. Eine sehr spaßige Fahrt und vor allem sehr erfrischend im Vergleich zu den Tagestemperaturen.
In Lasauvage suchten wir also die Bildergalerie auf und fanden tatsächlich in Großformat mehrere Bilder unserer Scheißkapelle und eines mit uns allen beim Feiern bei Boppin'B. Das wurde doch gleich direkt mal festgehalten!
Im Zelt in Lasauvage spielte bereits Poppa Chubby aus den USA, der vor Boppin'B spielen sollte. An der Bierbude trafen wir noch auf die netten Jungs von Jordans Drive und hielten noch lange einen netten Plausch, bevor wir uns entschlossen, uns ins Zelt zu trauen.
Also außer Gitarren-Soli, die nicht endeten, und einem Schlagzeug-Soli hab ich nicht viel mitbekommen, mein Fall war es auf jeden Fall nicht, aber das Zelt tobte. Trotz Zeitplan spielte Poppa Chubby bis ein Uhr, seine Zugabe ging ja schon 15 Minuten, sodass Boppin'B nicht wie gedacht um 1 Uhr anfangen würden, sondern erst noch aufbauen und Soundcheck machen mussten. Ganz wichtig war den fünf Aschaffenburgern zu verkünden, dass sie nicht aus den USA stammen würden, aber hoffen, dass trotzdem alle Spaß haben. Leider war das Zelt so gut wie leer, nachdem der Amerikaner die Bühne verlassen hatte. Zum Glück fanden sich aber schnell ein paar Leute wieder ein, die Lust auf Rock'n'Roll hatten.
Mit „Army of Rock'n'Roll“ begann dann tatsächlich um halb zwei der Auftritt der Scheißkapelle Boppin'B. Da laut Didi anscheinend das Luxemburger Publikum seit letztem Jahr wieder alles vergessen habe, wurde bei '“Hit the road Jack“ nochmal deutlichst auf das Scheißkapelle hingewiesen und ja, es klappte ganz gut, obwohl das Zelt wohl nur halb voll war leider zu so später, bzw. früher Stunde. Doch so klappte auch der Song „Scheißkapelle“ einigermaßen gut. Natürlich fehlte auch „Sh-Boom“ nicht...Sagte ich schon einmal, dass ich dieses Lied liebe? :-)
Danach waren wir uns wohl alle einig, dass wir das kürzeste „Those were the days“ ever gehört haben. Geredet wurde kaum, ist ja aber auch verständlich zu der Uhrzeit und den Geschehnissen vorher.
Sehr erfreut haben wir uns dann aber am „Wild saxophone“ und dem „Bop won't stop“. Das man um zwei Uhr morgens allerdings noch zwei Pyramiden bei „Jump Jive an wail“ machen kann, das zeugt von großem Respekt und das, obwohl sie nicht aus der USA entstammen....:-D
Mit neuen Song wie dem „King of the Bongo“ und „How low will you go“ konnte noch fleißig getanzt werden, bis es zum Mauerfall-Klassiker „Wind of change“ kam, dem Lied meines Geburtsjahres. Auch wenn um mich herum nicht so die Bombenstimmung war, mir hat es Spaß gemacht Didi! ;-)
Ruhiger wurde es dann mit der wunderschönen Ballade „Hold on“, die ich mir wohl niemals überhören werde. Einfach unglaublich großartig!
Nach „Ridin'on a bullet“ erfolgten zur großen Freude noch „Hand in hand“ und „Boulevard of broken dreams“, bevor es mit „Runaround Sue“ und „Bye bye“ leider dem Ende zuging.
Luxemburg forderte aber vehement eine Zugabe, die sie auch bekamen. Zum wach werden rockten Boppin'B mit dem „Blitzkrieg Bop“, gefolgt von „I need you so“ und zum krönenden Abschluss „Ghostriders in the sky“, das ich in letzter Zeit sowieso schon sehr gerne höre und das einfach großartig klang an diesem Abend. Mit einem Saxofon-Soli konnte der Herr Chubby schließlich nicht dienen. ;-)
Um kurz nach drei war dann aber finito und das Zelt leerte sich schnell. Wir machten uns schon bald auf den Weg zur Bushaltestelle, denn um halb vier fuhr leider der Letzte zum Parkplatz.
Es war wiedereinmal großartig, auch wenn die Zeiten für beide Bands wohl nicht die Besten waren, aber nächstes Jahr wird es bestimmt wieder besser! Und respekt an Boppin'B, dass man am nächsten Tag schon wieder um 1 Uhr mittags auf einer nächsten Bühne in Dreieichenheim stehen kann!!
Merci beaucoup Luxembourg!!!
-Nadine
