Boppin'B in Bad Harzburg

Sonntag, 29. Juli 2007 - Robert

In der 4.Klasse schon führte mich meine Klassenfahrt in den Harz und ich hatte damals eine wunderschöne Woche. Kurzentschlossen, es waren schließlich Ferien, entschied ich mich zwei Tage in Bad Harzburg zu verbringen, um unter anderem ein wenig Bergluft zu schnuppern.
Meine Schwester entschied sich dann tatsächlich auch dazu und fuhr mit. (Meine Mama beruhigte das ja doch etwas..Das „kleine Mädchen“ ganz alleine in den Harz....:-D )

Nachdem ich dann ein Hotelzimmer (Nein Golo, nicht das Ritz :-D) gefunden hatte und sicher war, dass man nach Bad Harzburg trotz Überquerungen durch NRW mit dem Nidersachsen-Ticket fahren kann, war auch alles geritzt und es konnte morgens um 9 Uhr in Osnabrück (auch wenn Bramsche einen tollen Bahnhof hat) losgehen.
Gegen Mittag kamen wir zwei Mädels dann im schön verregneten Bad Harzburg an, aber wir hatten gute Laune, ich habe mal wieder neue Wörter erfunden (irgendwas muss ja jeder können :-D) und das Hotel war auch einfach zu finden. Aus dem 3.Stock mit Balkon hatten wir netter Weise einen schönen Ausblick, aber aufgrund von knurrenden Magen entschieden wir uns schon einmal die Stadt zu erkunden und etwas zu essen. Nach einer Runde um den Stadtpark stellten wir dann fest, dass wir die ganze Zeit in einer Nebenstraße der gesamten Restaurants gelaufen waren, aber besser spät als nie und so kamen wir tatsächlich noch zu unserem Essen. Damit der Golo mehr Spaß am lesen hat (:-D): Nach langem hin und her entschieden wir uns auf die Sekunde genau beide für den Milchreis mit Zimt und Zucker, allerdings waren die Portionen so groß, dass die Hälfte zurückging. Der Milchreis wurde wohl auch aufgewärmt und wurde von Minute zu Minute flüssiger hatten wir das Gefühl. Mir persönlich war er auch zu „vanillig“, aber naja so war wenigstens das große Glas Zimt und Zucker fast leer.... "Bei Mama schmeckts halt immer noch am besten...."

Trotz Regenschirm kamen wir allerdings schon etwas nass wieder am Hotel an, aber gute Laune hatten wir trotzdem. Micha war pessimistisch, ich optimistisch, dass der Regen noch aufhört.....Naja, sie hatte wohl prozentual mehr Recht.Trotzdem machten wir uns nach einer Stunde wieder auf den Weg und irgendwie hatte das Spazierengehen unter dem Schirm etwas von Laternenumzug (wie oft regnet das dort immer....) und so dichteten wir spontan Laternenlieder um. Man muss sich das Wetter einfach schön lachen. :-D Da Micha nur Stoffschuhe hatte und meine Turnschuhe irgendwie auch schon feucht waren, kaufte sie spontan einen Riesenregenschirm und ein paar Geschäfte weiter Schuhe, die billig und dicht sein sollten....Gummistiefel. Während sie ihre anzog, überkam auch mich das Gefühl der nassen Füße und ich beglückte die Verkäuferinnen mit einem zweiten Paar verkauften Gummistiefelen, bei mir wurde es allerdings „Obst und Gemüse in 38“, da rot nicht mehr da war in der Größe. ;-)

Super ausgestattet gingen wir also zum Kurpark, dort trafen wir schon direkt auf die drei Magdeburger Mädels.
Bis zum Soundtrack verweilten wir noch unter dem „Kurparkhaus“, doch irgendwann hieß es ab in den Regen. Ein Teil vor der Bühne war mit Steinen gepflastert, dahinter war allerdings eine Hecke und erst dort standen zwei Pavillons zum Unterstellen...

Aber jammern nütze nichts und so wurde nach kurzem Soundtrack das Set mit „Army of Rock'n'Roll“ und „The only Way“ begonnen. Vor dem folgenden Song wurde auf ein Elvis-Fest (30 Jahre?) hingewiesen, mehr habe ich aber auch nicht verstanden. ;-) Es folgte logischerweise der Song „Trouble“ und nun durfte ich endlich die neue Single „Pack die Badehose ein“ zum ersten Mal live erleben, herrlich! Dieses Mal war es nicht „blau, so weit man sehen kann“, sondern „grau“. Auf der Bühne wurde viel gealbert, denn es gab zwei Männer und drei Mäuse....Zum Schluss war es nur noch eine Maus, die sich weigerte, ihre Jacke auszuziehen. Außerdem wurde öfters darauf hingewiesen, dass Sven Fischer, ein bekannte Läufer auf dem roten Sofa im Haus Autogramme gäbe. Golo bemerkte noch an, dass auf seinem Personalausweis Karl anstatt Sven stehe, was er bisher nicht wusste und Karl (Sven) nun alle Autogramme nochmal schreiben müsse, da er ja von einem falschen Namen ausgegangen sei.
Songs wie „Sh-Boom“, „ The wild saxophone“ und „The Bop won't stop“ machten super Stimmung, bevor auf einen sexistischen Song hingewiesen wurde, denn aus ihren jugendlichen Gedanken und Träumen entstand der Song „Ein toller Tag“. Bevor der Song allerdings losgehen konnte, mussten sich anscheinend alle warm reden, vor allem der Mann an der Akkustik-Gitarre....;-) Nach 2 Minuten war ich leider raus und habe gar nichts mehr verstanden, das war mir zu hoch, ich weiß auch nicht mehr worum es sich handelte. :-D „ Jetzt wollen hier alle anfangen, aber der Dicke muss ja erst die Töne spielen“....Mit diesem Spruch legte Micha dann aber wirklich los und trotz Sexismus wurde kräftig abgefeiert und geklatscht. Nachdem bereits am Anfang des Sets gespielten Sasha-Song „Everybody loves you“ folgte jetzt noch „If you believe“ und es trafen auch tatsächlich immer noch ein paar Leute ein. Nach „Boulevard of broken dreams“ wurde es ruhig, denn „Hold on“ stand auf dem Programm und dort hörte der Regen tatsächlich für 5 Minuten kurz auf, Wahnsinn! Nach „Jump jive an' wail“ wurde mit „Hit the road Jack“ das erste Programm erst einmal beendet, denn nun sollte erst einmal die Siegerehrung stattfinden.

Eine Jagdhornblaskapelle eröffnete die Siegerehrung mit einem 2 Sekunden Lied und dann wurde Mann für Mann, Frau für Frau auf die Bühne geholt um die Urkunde in die Hand zu bekommen.

Der arme Didi musste die ganze Zeit hinten auf der Bühne stehen um auf seinen Bass aufzupassen, Der Rest der Kapelle schaute sich „gespannt“ die Siegerehrung an - meine Schwester und mich eingeschlossen...:-D Nach der ganzen Ehrung wussten wir allerdings immer noch nicht, wer denn nun Sven Fischer sei, ach nein ich korrigiere mich, Karl Fischer sei. Dann hieß es wieder „Abschlussblasen“ der Jagdhörner und es ging weiter mit Boppin'B.

Plötzlich setzte der Regen wieder so heftigst ein, dass alle Monitore nass wurden und kaum noch an weiterspielen zu glauben war. Die Bande spielte dann noch „Das Lied vom Pfaffen“ und verabschiedete sich mit diesem Song, denn die Technik sei bei dem Wetter zu stark in Gefahr.
Wir wollten die Setliste gar nicht sehen, doch dann lag sie auf einmal vor ihren Füßen und es hieß: Das wäre ihr Preis gewesen: (Rock'n'Roll, Why, Scheißkapelle, King of a bongo, How low, Hand in hand, Volare, Eat your heart out Any, Fred from Jupiter).
Danke Didi, wir wissen diese Setliste zu schätzen, der gute Wille zählt!!!

So war leider dieses Konzert beendet, aber trotz Regen nahmen sich alle noch kurz Zeit für einen kurzen Plausch, bevor die Bande den Heimweg antrat, denn am Vorabend waren alle noch in Bruneck(Südtirol) gewesen, wohin mich meine Kursfahrt in der 13. im September nun lustigerweise auch führen wird.
Meine Schwester und ich hatten natürlich noch lange nicht genug und feierten noch bis tief in den Morgen in den ganzen Discos ab, von den Bad Harzburg natürlich massig hat. Dort tobte der Bär.....Nein natürlich nicht (Frank, wir waren ganz brav...)! Wir haben uns schließlich auf dem Weg eine sehr leckere Pizza mitgenommen und haben es uns im Hotelzimmer gemütlich gemacht. Zur großen Freude funktionierte die Heizung tatsächlich ein wenig, so dass Schuhe und Hose trocken werden konnten....Heizung im Juli, so kann es gehen. auf dem Rückweg erweiterten wir das Laternenlied auf: „Wir werden nass, das macht kein Spaß, rabimmel rabammel rabum. Konzert ist aus, wir gehen nach Haus, rabimmel rabammel rabum“

Am nächsten Morgen wurden wir tatsächlich mit einem Sonnenschein geweckt, sogar einem doppelten, denn „der Himmel war blau so weit man sehen kann“ und auch auf den Servietten lachte uns eine Sonne an und das gleich in vier Sprachen. ;-)

Nach dem Frühstück machten meine Schwester und ich uns bei dem schönen Sonnenschein noch einmal auf den Weg in Richtung Park, genossen die Sonne und machten noch ein paar Fotos, bei dem Wetter sieht das ganze doch schon ganz anders aus.

Dort entdeckte ich dann auch noch ein „Café Sax“, das ist doch mal ein richtiger Name für ein Café.

Danach traten wir dann gegen Mittag auch den Heimweg an.

Trotz der ganzen Wetterbedingungen hatten wir die zwei Tage verdammt viel Spaß und die Lachmuskeln wurden mal wieder richtig in Anspruch genommen, ob nun während der Zeit des Konzerts oder vorher/nachher, als wir Lieder umdichteten, ich neue Wörter erfand oder ich wieder einmal feststellte, dass manche Witze längere Zeit bei mir brauchen, bis ich sie verstehe....:-D
Jungs, ihr habt trotz dem Wetter einen super Abend hingelegt! Danke!!!

-Nadine

Fotos von Boppin'B in Bad Harzburg