Merqury in Sögel
Nach dem Bramscher Stadtfest Ende Mai war für mich klar, dass ich Merqury unbedingt wiedersehen müsste. Selbst meine Mutter war total begeistert und meine Eltern schlossen sich direkt an, als diese Queen-Coverband von feinster Art in Sögel auf der Kirmes spielen sollte.
Es war schwer genauere Infos zu bekommen, wer wann spielt, das einzige, was die Polizei wusste, dass das Bühnengeschehen um 19:00 Uhr anfangen sollte.
Also machten wir uns einfach auf den Weg dorthin, doch um halb acht war mal gerade Soundcheck der Vorband vorbei...Also eine große Runde über die Kirmes, etwas essen und dann Sitzplätze auf den Partybänken gesucht. Ich muss sagen, dir Kirmes war sehr schön gemacht, zwischen den ganzen Karussells immer wieder Sitzgelegenheiten und mit viel grün geschmückt. :-)
Die Vorband „Boredom Excluded“ begann dann auch ihr erstes Set gegen 20:00 Uhr.
Die Coverband aus Münster sollte die Menge, die zu der Uhrzeit leider noch nicht groß war, mit guten Partycovern warm machen. Aktuellere Lieder wie z.B. „Nur ein Wort“ oder „Denkmal“ von 'Wir sind Helden' wurden überzeugend gesungen, aber auch Klassiker wie „Summer of 69“ oder „Like the way I do“ (- das super zu der Stimme der Front-Frau Jasmin passte). Auch 'Pink' kam nicht zu kurz.
Nach „Bring me some water“ wurde dann aber eine kurze Pause eingelegt.
Im 2. Set wurde es schließlich etwas ruhiger und die Songs wurden der schon fast vorhandenen Dunkelheit gut angepasst. „Symphony“ von 'Silbermond' brachte richtig Feuerzeug-Feeling. Auch die „Perfekte Welle“ von 'Juli' kam gut an.
Bei „Supergirl“ und „I'm a bitch“ konnte sich die Sängerin richtig austoben, doch leider wollten einfach nur die wenigsten Leuten tanzen. Eine große Gruppe Menschen mit Behinderungen waren allerdings das gesamte Konzert der Band dabei und hatte mächtig Spaß! Ein sehr schönes Bild!
Sehr gefreut hat mich dann die Coverversion von „Zombie“, ein Lied, dass mich jedes Mal an eine frühere Klassenfahrt abends beim Lagerfeuer erinnert. ;-)
Rockig weiter ging es auch mit einer Coververion von ACDC, doch nach Knockin' on heaven's door“ und „Time to wonder“ von 'Fury in the Slaughterhouse' war schließlich Schluss und der Umbau begann.
Auf jeden Fall hat die Band das Publikum sehr gut warm gemacht.
Dann passierte etwas, was ich eigentlich immer noch nicht richtig glauben kann, aber wenigstens drüber lachen kann...Es hat sich nun bei dem Umbau schon ein großer Halbkreis um die Bühne gebildet, und so standen meine Mutter und ich noch weit entfernt von der Bühne rechts am Rand in diesem Halbkreis. Ein, so schätze ich, Sögeler, also Emsländer, sprach uns auf dem Weg zum Bier holen an (Er saß auf den Bierbänken an der Seite): „Sie stehen hier falsch, wir sitzen hier nun schon den ganzen Abend und wenn sie hier stehen,können wir von dort nichts sehen“ Den genauen Wortlaut kann ich nicht wiedergeben, ich musste einfach zu viel lachen....:-D Auf dem Rückweg von seinem Biergang wurde er dann noch unfreundlicher und meinte: „Sie können hier nicht stehen bleiben...“ Meine Mutter antwortete nur: „Es wird sowieso gleich voll vor der Bühne“...Darauf der Mann nur: „Ne, das wird es nicht, sie gehen jetzt, sonst bekommen Sie Stress.“
Also ich habe schon viele Konzerte besucht, aber so etwas ist mir noch nicht untergekommen. Natürlich war der Platz nach dem ersten Ton von Merqury voll und ich bin mir sicher, nun waren es nicht meine Mutter und ich, die angeblich falsch standen (wir sind ja sowieso beim Konzert nach vorne gegangen), sondern er, denn von dort aus dürfte er nicht viel gesehen haben....:-D
Bevor die Show begann, wurde wieder ca. eine Minute lang spannung durch CDs und Technik erzeugt, Lichteffekte genial und 1,2,3 war der Platz schon voll und die meisten Emsländer standen tatsächlich von ihren Bänken auf.
Mit „You're my best friend“ eröffnete die Band den nun folgenden Teil des Abends. Es folgten Klassiker wie „Don't stop me now“, „Another one bites the dust“ oder „I want to greak free“.
Der kanadische Sänger glänzte wieder einmal in den Variationen seiner nach jedem Lied wechselnden Garderobe, Von Rocker, über Frau, bis hin zum Polizisten. Auch der Rest der Band schien mächtig Spaß zu haben, genauso wie die Emsländer, die tatsächlich aufwachten. Dieses geniale Flummi-Hüpfen des Bassisten Volkers steckte mich wieder so an - da muss man einfach tanzen. ;-)
Der folgende Song sei damals entstanden durch zwei Worte eines kleinen Kindes: GAGA es folgte natürlich „Radio GaGa“. Keyboarder Norbert erwähnte noch, dass die Band, bestehend aus 5 Männern, 19 Kinder zusammen habe...Bassist Volker fügte noch lachend hinzu: „Und das von 15 Frauen....“ Es war ein riesen Spaß zu den ganzen Queen-Songs zu tanzen und alle machten mit beim Klatschen. In einer kurze Pause und Umziehphase für den Sänger glänzte die Rhythmusgruppe mit Norbert an der Luftgitarre mit kurzen Einlagen zu „Smoke on the water oder dem „Pink Panther mit einem brillianten Feuerwekr aus den Gitarren-Hälsen. Einfach eine geniale Show!
Zum Abschluss des 1.Sets wurde noch eine Akkustik-Version gespielt, einzig durch Gitarrist und Sänger. Einfach herrlich!
Das 2. Set startete, so weit ich mich erinnere mit „Show must go on“, sehr passend natürlich. Sögel feierte einfach nur, tanzte, klatschte mit und hatte Spaß. Zum Schluss wurde nochmal richtig gerockt zu „We will rock you“. Bei „We are the champions“ durfte Sängerin Jasmin von „Boredom Excluded“ mit auf die Bühne und unterstützte die Band gesanglich. Nach einer so großartigen Show wollte natürlich keiner so schnell Schluss machen und so kam Merqury noch zwei Mal für Zugaben zurück auf die Bühne. Irgendwann ist jedoch jedes noch so schöne Konzert vorbei und schließlich war es auch schon kurz nach halb eins.
Es war einfach genial in Sögel und diese Band hat einfach wieder eine unglaubliche Show geliefert: Dankeschön, es war ein toller Abend!
-Nadine
