Boppin'B in Kiel (Duckstein-Festival)
„Elvis ist tot seit 30 Jahren“ - Das war wohl der häufigste Satz und das Hauptthema des Abends in Kiel!
Aber fangen wir vorne an….Bibi sammelte mich problemlos an der besprochenen Stelle nach der Arbeit ein und wir fuhren auf die Autobahn gen Kiel. Ein bisschen stockender Verkehr, doch im Vergleich zu den ganzen Staus im Radio war das nichts und wir kamen super durch.
Die Bühne war direkt am Ufer platziert, an der Hörn, also direkt am Wasser - Mein erster Gedanke, dieser Sommer hat viel Wasser: In Berlin war es der Wannsee und in Bad Harzburg kam das Wasser von oben…. Es versprach also ein lustiger Abend zu werden und von Regen keine Spur, Sonnenschein pur. :-)
Bibi und ich machten es uns für eine Stunde noch auf den oben stehenden Bänken gemütlich mit prima Sicht über den Hafen.
Doch dies und das besprochen und geredet und schwupps war schon Soundcheck und noch schneller verging die Zeit dann bis zum Auftritt um 19:30 Uhr. Wir beide waren uns einig, Bibi hatte die Zeit perfekt abgepasst, nicht zu früh und nicht zu spät - Ich werde ja immer nur eingeladen. :-D
Ich beglückte mich noch kurz vor dem Konzert mit einem Crêpe: Auf welchem Konzert hat man schon den Luxus eines Crêpe-Standes?
Pünktlich machte auch schon der Moderator „Mick“ die Ansage für die Scheißkapelle und ich muss sagen, dass war mal eine außergewöhnliche Ansage, aber sehr lustig und es schien, als sei er selbst ein großer Fan dieser fünf Rock’n’Roller - Kann man ihm ja auch nicht verübeln. :-)
Nach 8 Jahren hätten die Aschaffenburger nun endlich wieder die Reise nach Kiel zum Ducksteinfestival auf sich genommen.
Das Publikum saß noch fast komplett auf dem Tribühnen-artigen Boden. Nach dem Urlaub mussten sich natürlich auch Boppin’B erst einmal etwas warm reden. „Heute ist wieder ein Extrem-Stagediving-Abend“ bemerkte Didi, denn auf einem Balkon eines sehr hohen Gebäudes auf dem Platz „feierten“ (haben sie sich bewegt?) tatsächlich Leute oben.
Mit „Army Of Rock’n’Roll“ und „The Only Way“ wurde das Set dann begonnen. Es wurde noch nicht so viel getanzt, aber die Stimmung war trotzdem gut. Einige Kinder fanden sich vor der Bühne, allerdings war zwischen Bühne und Platz ein Spalt des Hafenbeckens, der vollkommen ungeschützt war - vielleicht etwas unvorsichtig von Seiten des Veranstalters, aber vielleicht sind die Kieler das Wasser und die Gefahr ja gewohnt. An dem Abend ist jedenfalls glücklicherweise nichts passiert.
Nach 30 Jahren Tod des Kings wurde natürlich „Trouble“ nicht ausgelassen und darauf folgte „Sh-Boom“. Sasha-Klassiker wie „Everybody Loves You“ und das lange nicht gehörte „We Can Leave The World“ wurden ebenfalls dargeboten. Zwischensetlich wurde der Text von Micha auf „See See Rider“ umgeändert, warum dürfte wohl klar sein...Er war dann so in seinem Element, dass es doch nicht ganz einfach war, wieder den richtigen Text zu singen und das noch im richtigen Rhythmus. Aber lustig war es allemal.
Nach „The Bop Won't Stop“ folgte „Those Were The Days“ und Maick lieferte einen super Job, denn obwohl der Klang sowieso in Kiel meiner Meinung nach super war (wenn man weiter weg steht, klingt es ja sowieso immer besser), zauberte Maick bei der Anfangsmelodie noch deftigst Hall auf das Saxofon und später auch oft bei Micha. es klang super. Auch Micha war überrascht und stolz, dass sein Gesang so toll eingeleitet wird - So stolz, dass er Frank kurzerhand die Blumen, die links und rechts auf der Bühne als Deko galten, überreichte. :-D Einfach herrlich!
Diese Blumen kamen während des Konzerts noch oft ins Spiel und es wurde sich innerhalb der Band gegenseitig häufig mit roten Rosen beschenkt.
Nach diesem letzten Ton von „Those Were The Days“ mit der hohen Version hatte Micha diese Blumen ebenfalls verdient, ich finde dieses Ende immer so genial, Kompliment Micha! :-)
Nach „Hand In Hand“ wurde der letzte Song angekündigt und da das Scheißkapelle nun lange genug geübt wurde an dem Abend, bildete dieser Song kurzerhand den Abschluss.
Eine Stunde Pause stand den Besuchern nun bevor. Etwas lang, aber die Schlangen an den Toilettenhäuschen sind auch wirklich lang....
„Elvis ist 30 Jahre tot; wir erst 20, wir müssen noch 10 Jahre“ - So betrat Micha die Bühne und die Band legte los mit „King Creole“. Neben neuen Songs wie „How low“ und „King Of The Bongo“ wurden uns auch Schmankerl wie „Volare“ oder „Americano“ geboten. Die „Badehose“ wurde sehr zu meiner Freude nicht vernachlässigt und so kam schon wieder viel zu schnell der „Ubangi Stomp“ und im Anschluss „If You Believe“, dieses Mal allerdings mit einer gepfiffenen Melodie-Version von Vayamos Companeros“ von Marquess. Micha erwähnt auch oft den „Duck Stone“, ein Revolverheld, der seit 130 Jahren tot ist. Nach zehn Minuten ging auch mir mit einem Blick auf den Banner ein Licht auf und klärte auf, was ein gewisser „Duck“ nun mit dem heutigen Abend zu tun haben solle, denn schließlich waren wir auf dem „Ducksteinfestival“....! Manchmal stimmt das halt doch mit den Blondinen...:-D
Mit dem „Dschungelbuch“ verließ die Scheißkapelle dann erst einmal die Bühne.
Da sich mittlerweile so viele Feierlustige vor der Bühne gefunden hatten und der Platz im zweiten Set fast komplett gefüllt war, war natürlich klar, dass die Band nicht einfach gehen durfte.
„Blitzkrieg Bop“ rockte in Kiel und danach wurde mir unbewusst ein Lied-Wunsch erfüllt, denn den hatte ich mir zu Hause vor kurzer Zeit insgeheim mal wieder gewünscht: „Ich Träum Von Dir“ - Ich liebe diesen Song einfach, Kompliment an den Komponisten! :-)
Den Abschluss bildete dann Sashas „This Is My Time“.
Der Moderator kam zurück auf die Bühne, machte dort ein gemeinsames Abschlussfoto mit den Fünf, doch Kiel ließ nicht locker.
Didi kündigte an, dass es noch zwei Lieder gäbe, aber danach müsse wirklich Schluss sein, sonst würden alle aufgehängt werden - wo, verkneif ich mir jetzt mal....:-D
„Nun ein Song von unserem letzten Album über Autos“, es folgte „Drive my car“ und das wirklich letzte Lied dieses Abend war, Bibi und ich haben uns sehr gefreut, „Fools Fall In Love“ von Elvis. :-)
Meine Güte was ein tolles Konzert und dieser Sound war mal ganz anderes, sehr genial! Wir ließen den Abend am Wasser noch gemütlich zusammen mit netten Gesprächen ausklingen und fuhren müde, aber strahlend, nach Hause, irgendwann müssen schließlich auch mal Kleine und Große Junkies schlafen, am nächsten Tag stand ja schließlich das Bramscher Konzert der Ringos an und für ¾ der Junkies noch ein 80.Geb. am Mittag/Nachmittag.
Vielen Dank für diese tollen Lieder und diese lustige Stimmung auf der Bühne. Ihr seid und bleibt einfach ein Highlight! :-)
-Nadine
