The Sinners in Hamburg (WeinScala)

Donnerstag, 13. September 2007 - Robert

Um es mal mit den Worten eines echten Hamburgers zu sagen: „ Die andren fahrn zur Arbeit, und ich fahr nach Haus...“.
Nun sitze ich im Zug zurück nach Düsseldorf und denke über den gestrigen Abend nach. Die Sinners hinterlassen bei mir immer so ein bestimmtes Gefühl: schön, aber schwer in Worte zu fassen.
Eigentlich wäre das ja auch heute Bibis Job gewesen, das in-Worte-fassen, aber da sie ja morgen zum Sasha fährt und wir immer versuchen, die Berichte einigermaßen gleichmäßig auf uns zu verteilen, muss ich heute wieder. Und ich will ja auch! ;-)

Alles fing also damit an, dass mich mal wieder meine übliche Hamburg-Sehnsucht plagte. Da diese Sehnsucht auch irgendwie immer eng mit den Sinners verknüpft ist, war das Ziel schnell klar: WeinScala.
Blöderweise hatten Bibi und ich uns eine Woche zuvor geeinigt, gerade dort nicht hinzufahren. Ich musste also erstmal so einiges an Überzeugungsarbeit leisten.
Zum Glück kann ich sehr überzeugend sein und krieg am Ende ja doch immer, was ich will. ;-) (naja, fast immer.... ;-) )

Also sammelte mich Bibi dann am Donnerstag in Rotenburg ein und wir machten uns auf den
weg nach Hamburg. Im Einkaufszentrum angekommen, taten wir das, was Frauen an so einem Ort normalerweise tun: Shoppen. Da ich fast mein ganzes Geld für die Zugfahrt gelassen hatte, fiel diese Shoppingtour zugegebenermaßen recht kurz aus, aber schließlich waren wir ja auch nicht deshalb da.
Immerhin waren wir auch noch so früh dran, dass wir noch vor 2/3 der Band da waren. Diese beiden ließen dann auch noch ein wenig auf sich warten, aber gut Ding will Weile haben oder so ähnlich, und auf schöne Männer wartet man ja immer gerne. ;-)

Irgendwann konnte es dann aber doch endlich losgehen und das Konzert begann wie beim letzten Mal in Norderstedt mit „Boogie Woogie Country Girl“.
Aber es gab auch ein paar Überraschungen im ersten Set, so z.B. „Buzz Buzz Buzz“, „One Night“ von Elvis (sehr geil) oder auch „Mona Lisa“, gesungen von Matthias (Und wenn es etwas gibt, das wirklich sexy ist, dann Schlagzeuger, die auch noch singen können...).
Es ging also gleich sexy weiter mit „Only You“ (*rrrr* ...ohne Worte...) und weil A-capella ja sowieso immer schön ist, gabs auch noch „Sh-Boom“ hinterher.
Die Stimmung beim Rest des Publikums kam mir allerdings eher etwas mau vor, aber das tut meiner ja keinen Abbruch. :-)
Hier und da wurde wie immer auch getanzt (wieso ein Pärchen sich dazu noch direkt vor uns an die Bühne quetschen musste, wo überall sonst weitaus mehr Platz war, war uns allerdings schleierhaft), aber trotzdem hatte ich auch das Gefühl, dass es nicht so voll war wie sonst. Sicherlich wird sich das an Nikolaus wieder ändern.
Nach Songs wie „Cry, Cry, Cry“ (schön!) und „Come on“ ging es dann auch in die erste Pause.

Zum zweiten Set wurde es dann auch noch ein bißchen leerer und auch das Pärchen, das vorher so penetrant im Weg gestanden hatte, hatte sich jetzt an die Seite zum Tanzen verzogen. Weise Entscheidung.
Musikalisch gab es für mich ein paar eher seltene Songs wie z.B. „Gunning for the dog“, „Donna, the Primadonna“ und „Corinna, Corinna“. Ich finds ja immer schön, wenn auch mal etwas Abwechslung im Programm ist, und das schaffen die Sinners auch wirklich jedes Mal.
Aber auch heißgeliebte und immer wieder gern gehörte Stücke wie „Gloria“ und „Don't worry, be happy“ fanden glücklicherweise den Weg ins 2.Set.
A-capella gabs dann wiedermal „Da doo ron ron“, auch so ein Song, an dem ich mich wohl niemals satthören werde.
Bald war aber auch das 2.Set vorbei, und obwohl die ersten beiden Sets recht lang waren, verging die Zeit mal wieder wie im Flug.

Es war auch schon recht spät geworden, weshalb wohl das 3. Set nach einer kurzen Pause nur noch aus einer handvoll Songs bestand. Der letzte hiervon war dann „Road to nowhere“, der mich stimmlich jedes mal absolut begeistert. Das muss man ja den Sinners auch wirklich lassen, gesanglich sind sie wirklich stark.

Leider gab es am Ende keine Zugabe mehr, sodass wir uns recht schnell den „After-Show-Gesprächen“ widmeten. Und mit dem richtigen Gesprächspartner drehen sich diese auch irgendwie immer um das selbe Thema. ;-) Auf jeden Fall habe ich lange nicht mehr so viel gelacht. :-)
Die Trennung fiel dann auch dementsprechend schwer, sodass es doch wieder recht spät wurde, bis wir den Heimweg antraten.

-Micha

Fotos aus der WeinScala