Monsters of Liedermaching in Oberhausen

Freitag, 16. November 2007 - Robert

Seit dem Konzert in Berlin am Wannsee Anfang August hatte ich nun die Monsters leider nicht mehr gesehen und da wurde es natürlich schon längst einmal wieder Zeit und so fuhr ich mit großer Vorfreude und Spannung mit dem Zug (natürlich nicht ICE, die haben ja immer Verspätung...:-D) Richtung Oberhausen.
Dort traf ich dann auch direkt mein Schwesterherz die Micha und den Rob und wir machten uns auf den Weg zum Club, dem "Zentrum Altenberg", ist ja nicht gerade eine Weltreise. ;-)
So standen wir nun vor dem Eingang und waren direkt verwirrt, denn von anderen Konzerten kannten wir eine andere Eingangstür und scheinbar auch eine andere Bühne, denn es schallten uns bereits die wunderbaren Klänge der Gitarren der Monsters entgegen, aus einem Raum, den wir nicht vermuteten. Nun gut, soll ja vorkommen, dass ein Club auch zwei Konzerträume hat und so war es auch. Mit kleiner Verspätung war schließlich um kurz nach 19:00 Uhr Einlass und wir betraten den Club und freuten uns, dass hier die Bühne etwas niedriger war, was aufgrund von Stühlen dann doch sehr viel angenehmer ist.

Um 20:20 Uhr betraten dann auch alle Monsters unter großem Geschrei die Bühne. Rüdi entzückte seiner Gitarre sofort die ersten Klänge zu dem Lied „Endlich wieder Sonntag“ und brachte die ersten direkt zum Lachen. Das Thema „Alkohol“ wurde natürlich direkt am Anfang von Frische Mische aufgegriffen, genauso wie von Totte in Form von „Caipirinha“. An der Seite tanzten die Leute schon bei den ersten Klängen mit, einfach super! Fred übte während „Zu meiner Band“ derweil das Publikum im Mitsingen ein und Rüdi führte seine Woche mit „Montag“ fort. Auch aus dem Reich der Tiere wurde wieder viel geboten: „Biene Berta“ führte zu Frühlingsgefühlen auf einer Wiese, Burgers „Fisch“ ließ die Zuschauer einmal das traurige Liebes-Leben aus der Sicht eines Fisches sehen und Tottes „Häschen-Lied“ zeigte, dass Hasen aber auch nicht besser leben.....In diesem Fall war es Hase Labörnski, der von Fred und Pensen niedergemacht wurde. Diese Verkleidung, einfach super lustig. Ich habe mich auch sehr gefreut, den „Fisch“ einmal live zu hören und dann dazu das Monsters-Gegurgel zum Einstieg am Anfang. Einfach super! Burgers Spruch des Abends war übrigens: „Yo-Mo-Fo“. Das fiel nicht selten an dem Abend. Anstatt zu kreischen, wurde lieber Yo-Mo-Fo gebrüllt!
Bei Burgers „Hartz IV“ durfte das Publikum dann wieder den wundervollen Klängen des Monster-Chors lauschen, bevor Rüdi über den Winterschlusserkauf im „KDW“ klagte. Fred glänzte dann mit seinem altem-neuen Lied „Französische Kleinstadt“. Zum ersten Mal gehört, aber sofort eingeschlagen, denn das Lied ist super schön, sehr witzig und Frankreich ist halt immer gut. ;-)
Neu war auch Rüdis Song über eine Bekanntschaft im ICE und dessen Verspätung. Ihr Monsters macht einen echt fertig, wenn man soviel lachen muss. ;-)
Klassiker wie „Schnauze“ und „Wellensittich“ ließen neben Tottes „Kampf gegen den Staat“ oder Frische Misches „Blasenschwäche“ das Set dem Ende zugehen, doch vorher musste das Publikum noch einmal alles geben bei „Durchschnitt“ und „Interesse ist gut“. Wobei Fred beim Beispiel-Singen „Wer ist guter Dinge“ noch wichtig war zu betonen, dass seine Mutter ja Inge heißt und auch sein Vater im Song vorkäme. Bei „Und wer ist der Täter“ war für ihn dann ganz klar die Antwort: Mein Vater. Ist ja auch logisch. ;-)
So ging es schließlich aufgedreht in die halbstündige Pause.

Um zehn Uhr setzte Fred dann mit seinem alten Lied von Norbert und die Feiglinge ein „Ich mag mich“. Ordentlicher Sitzpogo kam dann bei „Döner“ auf und beim „Schlachtgebet“ wurde die energische Geschichte einer Prinzessin und deren Prinz erzählt. Nach Rüdis „Weltklassemelodie“ durfte Burger dann stolz erzählen, dass er vor kurzem zum zweiten Mal Papa geworden ist, doch dass er damit auf die 2.Strophe des folgenden Liedes weniger stolz ist, aber „ er war jung und brauchte das Geld“. ;-) Natürlich folgte „Sexkranker-Expunker“. Totte präsentierte ein neuen Song aus der Welt der Tiere und zeigte, wie schwer das Leben aber auch als Mensch mit „Mücken“ sei. Einfach super, super lustig, auch wenn ich komischerweise bisher kaum Kämpfe mit Mücken austragen musste, jetzt kann ich es mir vorstellen. ;-) Auch Frische Mische glänzten mit einem neuen Song, dessen Namen ich aber leider nicht weiß. Rüdi schloss sich der Runde an und präsentierte einen Song über einen Mann, der bei „Wer wird Millionär“ einfach zum Depp der Nation wird. Ich hatte Magenschmerzen vor Lachen!! :-)
Nach Freds „Zwiebelmett“, basierend auf dem ABBA-Song „Dancing Queen“ mit dem großartigem Monsters-Chor wurde schließlich der ruhige Teil angekündigt und um Ruhe gebeten....Wie man da noch telefonieren kann....Ich weiß es nicht!
Frische Mische starteten mit „Dauertrauer“ und Rüdi brachte seine Liebe zu „Rangsdorf“ hervor. Trotz angeschlagener Stimme, wie bei fast allen, außer Fred wie wir gleich am Anfang erfuhren, sang Burger „Blues“ und ich kann nur jedes Mal sagen, wie sehr ich dieses Lied liebe, wenn es auch traurig ist!
Nach Tottes Türen wies Fred dann auf „Schönheitschirurgie“, den vorletzten Song hin, doch nicht ohne zu erwähnen, dass man ja Zugabe rufen kann. „Ohohohohoh Monsters“ wäre natürlich noch genialer und nachdem das kurz geübt war, durften Frische Mische dann das Set mit „Ich muss weg“ beenden. - Übrigens auch ein Lied, dass ich sehr schön finde vom neuen Album.

Das was vorher kräftig geübt wurde, wurde nun in die Tat umgesetzt und wir bekamen eine erste Zugabe, gefüllt mit bunten Klassikern zum Feiern wie „Herzblatthubschrauber“, „Trink mit mir“ und Tod in der Nordsee“. Bei „Zwerge“ wurde dann wieder die einzigartige Monster-Bühnenchoreographie dargestellt, wobei Totte noch bemerkte, dass diese eigentlich nur daraus besteht, dass alle Monsters unten sind und er dort oben auf dem Hocker. Burger fügte noch hinzu: „Dadurch ist er dann fast genauso groß wie wir.“ :-D

Natürlich gaben sich die Oberhausener und Zugereisten nicht mit einer Zugabe geschlagen und so hieß es noch hoch die Gläser und weiterfeiern zu „Marzipan“, „Sususu“, „4 Meter“ und Rüdis „Betroffenheitssongwettbewerb“, bevor Fred mit „Morgens um acht einen wunderschönen, lustigen und gemültichen Konzertabend vorerst beenden konnte.

Doch Fred hatte die Zugabenrufen einfach zu gut geübt, sodass keiner locker ließ. Nachdem der Techniker dann in Feierabend geschickt wurde, spielte Totte noch „Algerien“ und alle Monsters zeigten stolz die andere Variante von „klatschen“ und „schreien“. Das Publikum war begeistert und es wurde so langsam ruhiger, sodass das Konzert dann wirklich beendet wurde.

Nach dem Konzert wurde dann noch der ein oder andere lustige Plausch gehalten, bevor wir den Heimweg nach Bramsche antraten.

Bleibt mir nur noch zu sagen, dass es ein wunderbarer Abend war, mit viel Spaß und Witz, Gemütlichkeit und ich bin jetzt schon voller Vorfreude auf das nächste Mal!

-Nadine

Fotos aus Oberhausen