Fred und Totte, Boppin' B, Pensen und die Schröders in Hannover (Musikzentrum)

Freitag, 4. April 2008 - Micha

Wir, das heißt, Robert, Nadine und ich, sind unterwegs nach Hannover, wo heute wieder eines dieser Konzerte stattfindet, die man auf gar keinen Fall verpassen will. Im Musikzentrum stehen heute Fred und Totte, Boppin' B, Pensen und die Schröders gemeinsam auf der Bühne.
Die Fahrt verläuft dieses Mal ziemlich problemlos und ich schaffe es immerhin, etwa 2/3 der Strecke das Musikprogramm zu bestimmen, also gibt’s Punk und Ska vom feinsten. :-) Dann werde ich aber überstimmt und muss das Radio anmachen. Zum Glück sind wir fast da! ;-)
Unterwegs dann die Nachricht von Bibi: Sie steht im Stau, weil sie einen Stau umfahren wollte. Das läuft ja schon mal prima...
Während wir also auf dem Parkplatz stehen und warten, stellt sich ein weiteres Auto neben uns, aus dem uns eine Frau freundlich anlächelt. Ich weiß, dass Bibis Freundin Uta heute auch kommen will, hab sie aber selbst noch nie gesehen und somit keine Ahnung, wie sie aussieht. Uta ist da besser informiert und klopft schließlich an unsere Scheibe. So lernen wir uns also auch endlich kennen. :-)
Irgendwann hat es dann auch Bibi nach Hannover geschafft, darf aber leider nicht mehr auf den Parkplatz fahren, da dieser bereits abgesperrt ist, und muss am Straßenrand parken.

Mittlerweile ist es auch nur noch eine Viertelstunde bis zum Einlass, die geht auch noch rum und schon sind wir drin und haben die freie Platzwahl vor der Bühne. Rechts natürlich, gar keine Frage.
Die Wartezeit ist heute auch sehr kurz, schon um viertel nach acht betreten Fred und Totte die Bühne und eröffnen den musikalischen Teil des Abends. Fred beginnt mit „Ich mag mich“, muss aber schon nach dem halben Songs kurzfristig aufgeben, da ihm spontan mal der Text entfallen ist. Totte versucht zu helfen, es geht weiter, aber an der falschen Stelle. Plötzlich Fred: „Ha, ich weiß wieder!“ Die richtige Stelle ist gefunden und der Song kann zu Ende gebracht werden.
Anschließend gibt’s erstmal 'ne Portion Hass, denn Totte hat was gegen Mücken und Fred gegen Pärchen. Beides kommt super an, man merkt auch, dass viele Monsters-Fans anwesend sind, es wird viel mitgesungen, sehr cool!
Als nächstes kommt „Sabine hat auf Sand gebaut“, was ehrlich gesagt nicht so meins ist, aber der Song kommt ziemlich punkrock-mäßig daher, und das kann ja als Einstimmung schon mal nicht schaden. ;-)
Zum Schluss gibt’s dann von Fred noch „Durchschnitt“ und Totte spielt zu guter Letzt „Türen“ für die Lichtfrau Miriam. Dann muss aber auch schon wieder Schluss sein, schließlich steht uns ein Großteil des heutigen Programms noch bevor.

Boppin' B starten dann nach einer kurzen Pause um 21 Uhr mit dem gewohnten Duo „Army of Rock'n'Roll“ und „The only way“. Es folgt der Song zur Band, „Scheißkapelle“, und viel erklärt werden muss hier nicht mehr in Hannover, die Lautstärke ist schon sehr ordentlich. Das Publikum ist wirklich bunt gemischt, Boppin' B-Fans feiern mit Schröders-Fans und überhaupt scheinen viele wegen beiden Bands hier zu sein. Wir ja auch. ;-)
Nach „Sh-Boom“ folgt dann mein persönliches Highlight, ich höre zum ersten Mal „Take me away“ live, was schon auf dem Album einer meiner Favoriten ist. Und ich muss sagen, live gefällts mir noch besser, ich hoffe, dass ich mich jetzt öfter mal drüber freuen darf.
Auffällig ist heute auch, dass für Boppin' B-Verhältnisse sehr wenig geredet wird auf der Bühne, wie sagt Stefan Raab immer so schön: Wir haben doch keine Zeit!
Ansonsten gibt es heute auch keine Überraschungen mehr, es werden viele Songs vom aktuellen Album gespielt, gemischt mit ein paar Klassikern, die auf keinem Boppin' B-Konzert fehlen. Das auf der Setlist vermerkte „Wild Saxophone“ wird gegen „Hold on“ ausgetauscht, ein guter Tausch, wie ich finde!
Dann ertönen auch schon die ersten Klänge von „Runaround Sue“ (Hannover darf nochmal so richtig laut mitsingen), gefolgt von „Bye Bye“, was ja bekanntermaßen immer den Schluss ankündigt. Ganz zu Ende ist der Auftritt aber noch nicht, das Publikum wünscht sich noch eine Zugabe, und da lassen sich die Aschaffenburger natürlich nicht zweimal bitten.
Es gibt „Hot Rocking Girl“, was uns allen einstimmig sehr gut gefällt, dann natürlich noch die akuelle Single „Radio“ und zum Schluss erfüllt sich glücklicherweise noch der Wunsch einer jungen Frau hinter mir, die schon das ganze Konzert über nach „Blitzkrieg Bop“ verlangt. Jetzt hat die Arme ja auch lange genug gerufen und alle anderen freuen sich mit. :-)

Nun heißt es aber schnell abbauen und Platz machen für Pensen, der als nächster auf die Bühne darf.
Während der Schröders-Tour haben wir ihn alle sehr lieb gewonnen und freuen und sehr, dass er heute auch mit dabei ist.
Wie immer gibt’s heute als erstes „Nur drei Akkorde“, gefolgt von „Geh mir aus der Sonne“ und „Angelala“. Dann bemerkt Pensen die Nebelmaschine auf der Bühne und findet, dass da noch viel mehr Nebel her muss. Gesagt, getan, und so werden wir alle total eingenebelt und sehen für einen Moment gar nix mehr. Zum Glück verfliegt das Zeug dann aber doch recht schnell.
Es folgt der ultimative Beziehungsratgeber „Fass mir an die Füße“ und mein absoluter Favorit, das „Schlittschuh-Lied“. Das kurze Set geht mal wieder viel zu schnell rum, und es ist schon Zeit für den letzten Song, und dass, obwohl Pensen doch jedesmal verspricht, er würde 2 1/1 Stunden spielen. ;-) Als letztes gibt es also noch „Blasenschwäche“, was auch von vielen wieder begeistert mitgesungen wird.

Noch ein letzter Umbau, eine letzte kurze Pause, dann ist es endlich Zeit für die Schröders. Mittlerweile ist es auch schon nach 23 Uhr, aber wie bemerkte Pensen so treffend: Die Schröders sind wie ein Orgasmus, je später er kommt, desto besser ist er. ;-)

Es geht wie immer los mit „Scheissband“, und auch der Rest vom Programm hat sich nicht geändert. Warum auch, war ja auch immer gut so, wie es war. ;-) Und langweilig wird’s bei den Schröders sowieso nie, finde ich.
Heute ist auch die Stimmung super, das Musikzentrum nun auch wirklich rappelvoll. Es wird viel Pogo getanzt, aber alles auf eine sehr rücksichtsvolle Art, was mir heute auch sehr gut gefällt. Wir schließen vorne an der Bühne die Bekanntschaft mit Mario, der auch 'ne Menge Spaß zu haben scheint, obwohl er teilweise etwas desorientiert wirkt. ;-) Lustig auch, dass er sich einfach mal an den Gummibären bedient, die schon den ganzen Abend über auf der Bühne liegen, aber niemandem von uns gehören. Wir versuchen ihm das auch zu erklären, geben aber irgendwann auf und überlassen ihm die Dinger einfach. *g*
O-Lee hat heute eine Banane am Mikro, die irgendwann auch dran glauben muss und ich lass mir von Bibi erklären, dass das wohl damit zu tun hat, dass heute der letzte Tour-Tag ist. Soso.
Bei „Lass uns schmutzig Liebe machen“ stürmt Pensen nochmal kurz die Bühne, so feiern heute wirklich alle miteinander, was extrem Laune macht. Als sich dann auch noch bekannte Gesichter im Publikum finden, ist die große Party wirklich komplett.
Heute gibt’s sogar Stagediving, auch wenn die ersten Versuche eher missglücken, klappt es dann doch irgendwann und ich habe zwischenzeitlich mal alle Hände voll zu tun.
Viel zu schnell ist dann mal wieder der reguläre Teil des Programms vorbei, ich bin jedes mal überrascht, irgendwie vergeht die Zeit bei den Schröders immer wie im Flug.
Logisch gibt’s noch' ne Zugabe, wie sollte es anders sein, doch heute werden wir mal richtig überrascht. Burger kommt allein auf die Bühne zurück und erfüllt uns so einen gefühlten Wunsch: „Nr. 13“ vom aktuellen Album. Super schön und sehr romantisch. Und obwohl ich ja eigentlich nicht so zur romantischen Fraktion gehöre, gefällts mir doch auch sehr gut.
Dann noch schnell „Tod in der Nordsee“ und „Liebeslied“ hinterher und schon verschwinden alle wieder von der Bühne. Zum Glück nicht lange, denn wir verlangen lautstark nach einer zweiten Zugabe, die wir natürlich auch bekommen.
Es geht los mit „Lieber Gott“, dann kündigt Burger einen Song an, den sie ganz lange nicht gespielt haben und er deshalb nicht mehr so ganz textsicher ist. Wir gucken uns noch fragend an, da hören wir schon die ersten Töne von „Westerwald“ und freuen uns halbtot. Echt 'ne super Überraschung!
Zum Abschluss gibt’s dann noch „Lindenstraße“ und „Nie wieder Rock'n'Roll“ und dann ist aber auch wirklich Ende.

Musikalisch gesehen zumindestens, den Rest des Abends verbringen wir mit sehr netten Gesprächen, bis uns schließlich der Hunger doch davon überzeugt, das Musikzentrum zu verlassen und bei unserer Lieblings-Fastfood-Kette einzukehren.
Für Timmey: Der selbe Satz wie letztes Mal. ;-)

-Micha

Fotos von Fred und Totte
Fotos von
Boppin' B
Fotos von
Pensen
Fotos von
den Schröders