Monsters of Liedermaching in Hamburg (Logo)

Donnerstag, 1. Mai 2008 - Nadine

Monsters, Katerkonzert, 1.Mai.
Dieses Spektakel wollte ich nun auch einmal miterleben und da ich die netten 6 Herren wegen Abi-Stress das letzte Mal an Silvester gesehen habe, und da auch nur zu 2/3, freute ich mich natürlich besonders darauf! Alle schriftlichen Prüfungen geschafft, da gab es ja auch noch mehr zu feiern, außer den 1.Mai.....Für mich zumindest. ;-) Die Mündliche steht erst eine Woche später an, prima. Termin war also gebongt!
Für einen Feiertag sehr früh machten meine Schwester und ich uns mit dem Zug in Osnabrück auf den Weg nach Hamburg. Es verlief eigentlich alles nach Plan, prima. So konnten wir noch gemütlich im „Subway“ in der Nähe des „Logos“ etwas essen, bis auch schon Bibi eintraf. Großes Wiedersehen und schon ging es auch schon los, mal schauen, was schon so vor dem Logo abgeht. Meine Schwester konnte dann einer pinken Eisdiele auf der anderen Straßenseite nicht widerstehen und bescherte uns allen dann das beste Eis seit langem!!! Manchmal sollte man weiblicher Intuition einfach folgen. ;-)

Bis dann Einlass war verweilten wir noch ein wenig in der hamburgischen Sonne vor dem Logo und begrüßten noch so einige Bekannte, Uta mit ihrem Sohn, Wiebke und noch viele andere Monsters-Fans. Und dann hieß es auch schon bald hinein in die gute Stube, wobei der Geruch draußen eindeutig besser war...Doch die Stunde bis es endlich los ging verging recht schnell. Zum Katerkonzert gab es wie wohl vor zwei Jahren auch bereits wieder Rollmops, Baguette und Eier. Das ist mal ein Service!

Ich war sehr gespannt, da ich schließlich alle Lieder der zwei Frühjahrstouren noch nie gehört hatte und mir schon ein paar Sachen erzählt wurden.
Rüdi legte los mit „Sonntag“ - Was ein grandioser Auftakt! Fred knüpfte an mit dem früheren Opener „Zu meiner Band“ und Totte erzählte das Märchen von den „Zwergen“, allerdings ganz ohne die grandiose Monster-Choreographie, ein bisschen schade finde ich. ;-)
Dann erschien auf einmal ein neues Instrument, wie geil, Pensen spielte bei Labörnskis „Motivations-Song“ Banjo. Dieses Instrument bringt so richtig Stimmung herein. Es machte einfach riesigen Spaß und ich war sofort im Monstersfieber.
Burger berlinerte sein „Hartz VI“ und ich liebe einfach immer noch diesen Monsters-Background-Chor zu diesem wirklich total lustigen Lied, einfach herrlich. So wurde es ein bunter Mix aus alten Songs wie Rüdis „Montag“, Frische Misches „Spich mal mit dir selber“ oder Freds „Durchschnitt“.
Aber die für mich neuen Songs wie Rüdis „Ich bin nicht frei“, Labörnskis „Punkermädchen“ oder Burgers „Gewalt-Song“ überragten.
Burgers „Fisch-Geschichte“ mit dem einzigartigen Gefühl der Unterwasserwelt, hervorgerufen durch den Rest der Monsters, brachte auch mich wieder zum Strahlen. Totte führte die Reihe der Tiere fort mit seinem „Häschenlied“ und außerdem präsentierte er dann noch eine Premiere, ein Kerner-Abneigungs-Lied sozusagen. Sehr lustig!
Neben Freds „französischer Kleinstadt“, das echt super genial ist, spielte Pensen noch das Schlittschuh-Lied, das mir bisher aus seiner Vorband-Tour mit den Schröders bekannt war, prima, dass das Lied auch den Weg in das Monsters-Programm gefunden hat.
Lustig war auch Pensens Ansage zu „Blasenschwäche“: „Das Lied ist erst für Kinder ab 11 Jahren...Naja ok, ihr hier vorne (mehrere kleiner Kinder) hört einfach weg, ich kenne ja eure Papas alle!“
Das erste Set endete mit hohem Anspruch: „Interesse ist besser“ - Die Version von „Interesse ist gut“ auf dem hohen Level. Das Publikum gibt nicht die Antworten, sondern stellt die Fragen....Nach einigen Beispielen und Proben hat das dann auch ganz gut funktioniert, war auf jeden Fall total lustig das bisschen Durcheinander.

Nach einer Pause mit viel Essen und vor allem Musik vor der Tür des Logos (ein Mann mit Akkordion und einer mit Saxophone) ging es dann aber um viertel vor fünf weiter mit: Ohohohohoh...Monsters! Auch hier war wieder der bunte Mix angesagt: Alte Songs wie Freds „Ich mag mich“, Tottes „Türen“ oder Burgers „Sexkranker Ex-Punker“ machten genauso gut Stimmung wie neuere Songs, so z.B. Tottes Hass gegen „Mücken“, Rüdis „Deppen-Lied“ über einen Kandidaten bei Wer wird Millionär (ich lache mich jedes Mal total kaputt,einfach super genial!!!) und Fred und Labörnskis Song über einatmen und ausatmen (wie immer es auch immer heißen mag ;-) ), der laut Labörnski entstanden war nach einem unglaublich langweiligen Seminar für Bankangestellte.
Dann kam die ruhigen 15 Minuten, doch bei dem Gebrabbel im Logo war es allerdings erstmal ganz schön schwer, Ruhe in den Laden zu bekommen. Pensen startete mit "Ich bin schwach" Burger legte nach mit einem gefühlvollen und berührenden Familiensong und schließlich machte Rüdi mit seinem „Ich hab dich lieb“ den Abschluss. OH WOW! Da muss man doch glatt die Tränen etwas stoppen, die sich näherten,wenn man alle drei Songs zum ersten Mal hört. Einfach großartig!!
Auch spannend und aufregend war Rüdis „Weltklassemelodie“, denn sie musste einfach dieses Mal perfekt werden, da das Lied ja schließlich auf die Platte soll! Und meiner Meinung nach war es das, herrlich. Ich hoffe, Rüdi ist auch zufrieden. ;-)
Nach „Weichei“ bildete dann ein Song von Fred (und es war nicht „Schönheitschirurgie“) das Schlusslicht des zweiten Sets.

Natürlich nahm das Publikum den Rat von den Monsters sofort in Anspruch und verlängerte das Konzert mit lauten Zugabenrufen und die sechs ließen uns nicht lange warten:
„Tod in der Nordsee“, „Schönheitschirurgie“ (auch wieder super das Mitmachen der Leute) und „Dralledinks“ von Frische Mische. „Bei Komm trink mit mir“ wurde dann nochmal der 1.Mai kräftig gefeiert und mit „Haste Mal“ sollte auch schon wieder Schluss sein.......- so aber nicht, dachte sich Hamburg.

Es folgte natürlich noch eine zweite Zugabe, wiederum bestückt mit alten Klassikern wie „WSV im KDW“, „Herzblatthubschrauber“ und „Sususu“.
Besondere Schmankerl waren hier auch unter anderem Pensens „Reggae-Song“, bekannt aus seinem Solo-Programm. Ich liebe den Song, trotz weniger Akkorde! ;-)
Vor Tottes „4 Meter“ spielten dann Totte und Pensen wieder ihr mittlerweile eingebürgertes Spiel der Sätzebildung und daraus entstehender Geschichten. Da kommen dann so lustige Sätze heraus wie: „Lunge, warum hast du nichts dazugelernt?“ , „...auf anderen Bühnen des Planeten Logos...“ und „Politik gehört nicht hier hin“. Einfach köstlich zum Amüsieren!! „Morgens um acht“ kündigte dann wirklich das Ende des wunderschönen Nachmittags auf der Bühne an.

Doch Hamburg reichte das alles nicht: Es folgte noch die Akkustik-Version von „Algerien“ mit dem einzigartigen leisen Applaus. So war nun wirklich Ende.....Wirklich??
Nach einiger Zeit erfuhren wir, dass Rüdi und Pensen draußen an der Straße noch weiterspielten und auch Burger und Fred ließen sich nach einiger Überredungskunst zu einem Stück verdonnern. Langsam machten wir uns dann aber auch auf den Heimweg, denn die Hauptstraße war doch ziemlich laut und es fing langsam an zu regnen, ein Zeichen, sich auf den Weg zu machen. ;-)

Bibi brachte uns noch zum Bahnhof und so fuhren mein Schwesterherz und ich Richtung Osnabrück und konnten uns um halb eins glücklich in unsere Betten fallen lassen!

Ein wunderschöner Nachmittag (eigentlich Tag), großartige neue Songs und merci an alle, die zu einem tollen 1.Mai beigetragen haben!!

-Nadine

Fotos aus dem Logo