Die Schröders in Bochum (Bochum Total, Ringbühne)

Donnerstag, 3. Juli 2008 - Micha

Mein 4. Jahr Bochum Total, und wieder regnet es. Das scheint hier so etwas wie Tradition geworden zu sein, auch wenn der Regen heute nicht die Unwetter-Ausmaße aus dem ersten Jahr und die Güsse aus dem letzten Jahr erreicht.
Wir schauen uns erstmal ein bißchen EL*KE an, die gerade die Ringbühne rocken, das allerdings angesichts der Wetterlage vor erschreckend wenig Leuten. Mir gefällts aber ganz gut, besonders der Song „Ich mag dich“ bleibt mir noch lange im Kopf.
Zwischendurch nutzen wir die noch verbleibende Zeit bis zum Schröders-Auftritt noch für einen kleinen Bummel bis zur nächsten Bühne, wo die Musik aber nicht halb so gut ist, also wieder zurück. Unterwegs erliege ich mal wieder meiner Schwäche für Süßes, aber das gehört hier auch irgendwie dazu. ;-)
Bald kündigen EL*KE auch schon ihren letzten Song an und dann leert es sich während der Umbaupause auch beinahe vollständig vor der Bühne. Ich habe eine bißchen Angst, dass es gleich so leer bleibt, aber schon beim Soundcheck der Schröders haben sich bereits wieder ein paar Leute eingefunden. Darunter auch eine Gruppe Monsters-Fans, die mit lauten Monsters-Chören auf sich aufmerksam machen.
Und auch wenn ich es hier schon deutlich voller gesehen habe, ist die Anzahl der Menschen, die sich bis zum Konzertbeginn vor der Bühne versammelt haben (und das ja immernoch im Regen) doch beachtlich.
Opener ist wie immer „Scheissband“, gefolgt von „Wie gehts, wie stehts“, das hier super ankommt, anscheinend kennen hier viele das Motörhead-Original.
Trotzdem muss auch in Bochum standesgemäß das richtige Applaudieren geübt werden und da heute ja erst der erste Tag von Bochum Total ist, findet Burger, da sei eine super Gelegenheit, denn so kann das Gelernte ja in den nächsten Tagen noch oft Anwendung finden.
Beim ersten Versuch tut Bochum sich allerdings noch etwas schwer, das Vorgeführte sofort umzusetzen, beim zweiten Mal klappt es dafür aber umso besser.
Es folgt „MoDiMi“, aber da es ja dieses Mal einen anderen als den geübten Schluss gibt, steht das Publikum am Ende etwas verwirrt da und so erklärt Burger alles nochmal von vorne. Ab jetzt klappt es aber auch wirklich nach jedem Song und über mangelnde Stimmung kann man sich hier wirklich nicht beklagen.
Auf Grund der knappen Zeit muss natürlich heute der ein oder andere Song aus dem gewohnten Programm weichen, umso mehr freue ich mich über „Emily“, denn auf den hätte ich wirklich nicht verzichten wollen.
Die neuen Songs kommen in Bochum auch sehr gut an, neben uns steht sogar ein Fan, der bereits alle Texte drauf hat, so muss das! :)
Als nächstes kommt dann „Frösche“, hier sind tatsächlich beinahe alle textsicher, besonders die Monsters-Fans hinter uns freuen sich offensichtlich, es wird lautstark mitgesungen und am Ende ertönen wieder Monsters-Chöre. Ansich ja schön, dass die Monsters hier so viele Fans (oder eher laute Fans) haben, aber jetzt finde ich es doch etwas unpassend, da schließlich die Schröders auf der Bühne stehen und nicht die Monsters. Aber gut, jedem das seine. ;-)
Bei „Schrei“ stelle ich mir sofort die Frage, was denn heute passieren soll, denn normalerweise fordert Burger das Publikum im Song auf, sich hinzusetzen, was auch bisher immer sehr gut geklappt hat. Aber angesichts des Wetters bin ich heute doch etwas skeptisch, und auch der Boden lädt nicht gerade zum hinsetzen ein. Das muss leider auch mal erwähnt werden, Bochum Total ist eines der schlimmsten Festivals, was Dreck und Scherben auf dem Boden angeht, was ich ein bißchen schade finde, denn sowas muss einfach nicht sein.
Aber es funktioniert tatsächlich, zumindestens die ersten Reihen setzten sich geschlossen hin, auch wenn sich ein junger Mann im Hasenkostüm zunächst ein bißchen ziert. Der hat wohl Angst um sein Kostüm. ;-)
Die letzten beiden Songs sind dann „Frau Schmidt“ und „Heute hier, morgen dort“ und nach etwa einer ¾ Stunde ist schon wieder alles vorbei.
Wir bleiben noch eine Weile und schauen uns die nachfolgende Band „Emil Bulls“ an, haben aber aus den letzten 3 Jahren gelernt und beschließen deshalb, uns vor der großen Aufbruchswelle auf den Heimweg zu machen.

-Micha

Fotos aus Bochum