Monsters of Liedermaching in Dortmund (Strobels)

Donnerstag, 24. Juli 2008 - Robert

Die letzten Wochen waren unitechnisch sehr stressig. Nun sind die ersten Klausuren durch und vor mir liegt etwas freie Zeit. Was gibt es da besseres um etwas runter zu kommen und zu feiern als ein Monsters Konzert? Also machen Micha und ich uns auf nach Dortmund, Richtung Signal Iduna Park, denn genau daneben befindet sich das Strobels, wo die sechs Liedermacher heute spielen.
Das Wetter ist wunderbar, keine Wolke am Himmel. Das ist auch gut so, denn schließlich soll es ja ein Open-Air Konzert werden.

Die Anfahrt ist etwas chaotisch. In Duisburg fährt unser Zug nicht weiter und nach 10 Minuten warten erfährt man dann mal, dass es irgendwo zwischen Mülheim und Essen brennt und der gesamte Zugverkehr dazwischen lahmgelegt ist. Als sich dann am selben Bahnsteig gegenüber extrem viele Menschen in einen anderen Zug quetschen dämmert uns: der fährt auch nach Dortmund, aber eine andere Strecke. Der sollte also fahren können. Wir also auch rein in den mittlerweile überfüllten Zug. Leider hatten aber auch gefühlte 10.000 andere Leute die gleiche Idee, sodass man sich schnell wie eine Sardine in der Büchse fühlt und man sich den Saunabesuch sparen kann. Irgendwie scheint aber beid er Bahn der Wurm drin zu sein, denn auch dieser Zug fährt erst zehn Minuten später weiter, weil irgendwo vor Oberhausen ein Zug liegen geblieben ist und die Strecke blockiert. Alles sehr abenteuerlich und auch ein bisschen nervig.

Dafür klappt dann in Dortmund alles wunderbar. Mit der U-Bahn zu den Westfalenhallen und von dort einfach immer Richtung Stadion laufen. Kann man gar nicht verfehlen. Und tatsächlich, direkt neben dem Stadion finden wir dann auch den blauen Bus der Monsters und den Eingang zum Biergarten des Strobels.
Dieser ist wirklich hübsch zureckt gemacht, mit großen Markisen über den Tischen und viel Grün drum herum. Die Tische rings herum stehen etwas erhöht auf Podesten, sodass man auch von dort wunderbare Sicht auf das Geschehen auf der Bühne hat, die aus Holz ist und sich sehr hübsch in das Gesamtbild einpasst. Darauf findet gerade der Soundcheck statt.

Wir hocken uns auf ein paar Bierzeltbänke, die zusätzlich zu den richtigen Tischen vor der Bühne aufgebaut wurden und genießen die ersten Biere und Cocktails. Alles ist wunderbar entspannt, toller Nachmittag.

Während die Monsters der Reihe nach ihre Instrumente und Mikrofone einstellen lassen fällt auf, dass Rüdi anscheinend noch nicht da ist. Um aber den Zeitplan nicht kaputt zu machen checkt Burger kurzerhand an seiner Stelle und gibt zum Testen kund: "Hallo, ich bin Rüdi!"

Einige Zeit nach dem Soundcheck trudelt Rüdi dann aber doch ein und es kann los gehen.
Gespielt wird wie immer ein schöner Mix aus Klassikern und aktuellen Songs, wobei natürlich viel vom kommenden Album gespielt wird. Eben jenes ist dann auch des öfteren Teil der Ansagen, damit auch ja niemand vergisst, dass das Album "Sitzpogo" heißt und nächsten Freitag, also am 01.08.2008 erscheint.

Los geht der Spaß mit Fred's "Zu meiner Band", was mir persönlich immer gleich gute Laune und Lust auf mehr macht.
Um dem Billig-Image der "Ein-Euro-Tuba" bei Burger's "Hartz IV" noch mehr Ausdruck zu verleihen zieht Labörnski kurzerhand sein T-Shirt aus. Ein Fehler, wie sich herausstellt, denn Pensen nutzt die Zeit, in der Labörnski mit Pfeifen beschäftigt ist, um das Shirt zu verstecken. Das hat anscheinend so gut geklappt, dass der Arme sich, um nicht die ganze Zeit oben Ohne auf der Bühne zu sitzen, eine Decke um den Oberkörper wickeln muss. Dank des neuen Outfits wird er von den Anderen wahlweise als Inder, oder als tibetischer Mönch bezeichnet, was auch gleich "Free Tibet" Parolen von Fred nach sich zieht.
Doch auch musikalisch gibt es im ersten Set noch einiges zu hören: Totte gibt die "Zwerge" zum Besten, Rüdi sein schönes "Sehnsucht im ICE" und es gibt das super geniale "Moti", was durch das Banjo einen tollen neuen Monsters-Sound hat. Es gibt wieder den Unterwasserchor bei "Der Fisch", die Frauenbeschreibung "Französische Kleinstadt" und vor der Pause wie so oft "Interesse ist gut".

Nach etwa 20 Minuten Verschnaufpause geht es dann mit dem zweiten Set weiter, wo es unter anderem das wirklich coole "Reine Poesie", Tottes "Mücken" und das "Schlittschuhlied" gibt. Burger hat zwar (zurecht?) bedenken seine Lebenshilfe "Gewalt" in unmittelbarer Nähe eines Fußballstadions zu spielen, lässt sich aber dennoch nicht davon abhalten. Im ruhigen Teil, der heute als extra lang angekündigt wird, hört man "Selbstverständlichkeit", "Alter lieber Suff", und "Eingeatment Ausgeatmet". Das wars dann aber auch schon wieder, so lang wars also doch nicht, was vielleicht daran lag, das Fred wohl recht spontan seinen Song nicht spielt.

Natürlich ist danach noch lange nicht Schluss, und das Publikum im Strobels hat Lust auf mehr. So müssen die Monsters für zwei Zugabenblöcke wieder auf die Bühne. Es wird nochmal ordentlich gefeiert, bis dann mit "Morgens um Acht" endgültig das Ende des Konzertes gekommen ist. Doch da die Stimmung super ist gibt es zum Abschied auch noch den Klassiker "Algerien" samt "Druckluftapplaus".

Damit ist das Konzert nun wirklich zu Ende und ein Blick auf die Uhr verrät: noch zehn Minuten bis unsere Bahn fährt und wir haben weder eine Ahnung wo die passende Haltestelle ist, noch ist sie auf unserem ausgedruckten Plan drauf. Also machen wir uns sofort auf den Weg, leider ohne irgendjemandem Tschüss sagen zu können. Zum Glück ist an Stadien immer alles sehr gut beschildert, so dass wir den Weg zum Bahnhof recht problemlos finden. Die Rückfahrt verläuft dann eher unspektakulär. Wenigstens klappt alles und wir kommen zu Hause an.

Trotz des hastigen Aufbruchs (hätte mir gern noch in Ruhe ein Bier gegönnt) war es ein toller Nachmittag/Abend, der super zum Entspannen beigetragen hat und wirklich viel Spaß gemacht hat. Konzert war toll, Publikum war klasse und die Location ist einfach super. Ich kann das Strobels wirklich jedem weiter empfehlen. Vor allem der Service war spitze, freundlich und schnell. Ganz zu schweigen davon, dass man den Komfort, die Getränke an den Tisch gebracht zu bekommen, ja eh nur auf den wenigsten Konzerten hat.

Der Abend hat auf jeden Fall wieder richtig Lust auf die Monsters und auch auf die neue CD gemacht. Ich freue mich auf den 01.08. und aufs nächste Konzert!

- Robert

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