5Bugs, die Schröders und Monsters of Liedermaching in Lippetal (Hof Schlunz)

Samstag, 16. August 2008 - Micha

Nach einer ziemlich kurzen Nacht wache ich auf und folge den Geräuschen, die mich in die Küche führen, wo Nadine und Bibi schon beim Frühstück sitzen. Nadine muss gleich zum Bahnhof, Bibi und ich wollen heute nach Lippetal.
Also ab mit mir unter die Dusche, dann frühstücken und irgendwann kanns dann auch losgehen.
Die Fahrt ist nicht gerade kurz, dennoch aber ziemlich ereignislos, und so finden wir uns also etwa 3 Stunden später in einem kleinen Dorf namens Lippetal-Oestinghausen wieder.
Am Einlass vom Hof Schlunz wird uns dann erklärt, dass wir nicht mehr rauskommen, wenn wir erstmal drin sind, oder wir müssen nochmal bezahlen.Weil die Gemeinde das so wünscht. Welch Logik. Dazu bekommen wir noch ein Stempel, der also vollkommen sinnlos ist.
Dafür hat Bibi bei einem Gewinnspiel CDs gewonnen, die sie schon hat und die ihr beim Einlass übereicht werden. Auch was feines. ;-)
Um 18 Uhr soll es eigentlich losgehen, es ist jetzt 18:10, und es ertönt Musik von der Bühne. Geht’s etwa los? Nee, bloß Soundcheck. Wir bleiben also noch ein Weilchen in der Scheune sitzen
Irgendwann dann der nächste Soundcheck, und noch einer...scheint alles ein bißchen planlos hier.
Gegen 19 Uhr fängt dann auch die erste Band an, die sich eigentlich schon wieder aufgelöst hat, heute aber mit neuem Sänger ihren letzten Gig als Back Benches spielen. Vor der Bühne ist aber noch nicht wirklich was los, wir wollen auch lieber noch ein bißchen gemütlich sitzen und quatschen.
Derweil treffen auch die Schröders ein, Timmey beauftragt uns zeitweise mit der Beaufsichtigung des Merch-Standes, dafür kriegen wir aber auch ein tolles Feuerzeug geschenkt (danke nochmal!) und erfahren intime Details, die wir eigentlich gar nicht wissen wollten. ;-)
Mittlerweile stehen Parka auf der Bühne, die es aber auch nicht so wirklich schaffen, uns aus der Scheune zu locken.
Dafür lernen wir ein paar nette Monsters-Fans auch mal etwas besser kennen und sind so in Gespräche vertieft, dass es bald schon Zeit für die 5Bugs ist.
Die wollen wir aber nun wirklich sehen und so begeben wir uns mal Richtung Bühne. Es ist immer noch nicht wirklich voll, was etwas schade ist, aber die 5Bugs rocken erstmal souverän drauflos.
Die 5 Berliner überzeugen mich auch sofort, der Sound ist klasse, die Show energiegeladen. Da macht es wirklich Spaß, zuzuhören und zu gucken.

Ein paar Leute haben sich nun samt riesigem Bistrotisch direkt vor die Bühne begeben, was zwar ein wenig störend ist, da alle umstehenden Leute einfach weggedrängt werden, aber wenigstens baut Gitarrist Flo den Tisch mit in die Show ein, was mal direkt ziemlich cool rüberkommt.
Als Sänger Chris einen Song von seinem Kumpel Eddie ankündigt, fragen wie uns alle, was da nun kommen wird, und lachen laut los, als die ersten Töne von Van Halens „Jump“ ertönen. Als Einleitung zum nächsten Song passt das echt super. Aber auch die eigenen Songs gefallen mir alle sehr gut, das Konzert stellt sich als sehr kurzweilig heraus und schon wird der letzte Song angekündigt. Wir dürfen noch mal richtig abrocken zu „I love Rock'n'Roll“, dann verabschieden sich die 5 Bugs und machen Platz für die Schröders.

Die starten nach einer kurzen Umbaupause wie gewohnt mit „Scheissband“ vor nun deutlich mehr Publikum. Zur Abwechslung gibt’s heute als zweiten Song mal „Mädchen wie wir“, der Tausch hätte wirklich nicht besser sein können und wir freuen uns wirklich. Überhaupt feiern Bibi und ich heute ordentlich ab, ich bin heute richtig entspannt (mein Tag gestern war ja doch eher etwas stressig mit Anreise usw.) und genieße die Schröders.
Ansonsten birgt das Programm heute aber keine großen Überraschungen, aber schließlich ist heute auch deutlich weniger Zeit zur Verfügung als gestern.
Bei "Frösche" gibt Burger seine Gitarre kurzerhand an Samy von den 5Bugs weiter, muss aber mehr singen als gestern, das Publikum gehört hier wohl eher zur Zuhörer-Fraktion.

Bei „Schrei“ stellt sich dann wie immer die übliche Frage, wie viele sich denn tatsächlich nach der Aufforderung auf den Boden setzen. Heute gibt das ein sehr lustiges Bild, da in den ersten Reihen alle bis auf einen jungen Mann sofort sitzen, der dann von Burger eine persönliche Extra-Einladung bekommt. Soll niemand sagen, die Schröders haben ihr Publikum nicht im Griff... ;-)
Letzter Song ist dann wie immer „Heute hier, morgen dort“, aber eine Zugabe sitzt noch drin und auf vielfachen Wunsch gibt es zuerst von Burger „Blues“ zu hören und dann als wirklich allerletzten Song „Nie wieder Rock'n'Roll“.
Zu Ehren unseres heutigen Gastgebers stimmt das Publikum dann nochmal „Ich und Frau Schlunz“ an, was sich der Hof Schlunz auch wirklich verdient hat.

Es gibt eine letzte Umbaupause, viele treten allerdings schon den Heimweg an, so dass es zu Beginn des Monsters-Konzertes wieder etwas leerer ist. Aber auch die Monsters sind heute nur zu fünft, Labörnski muss aus familiären Gründen heute leider aussetzen.
Es geht los mit den ewigen Gassenhauern „Marzipan“ und „Türen“, Burger legt nach mit „Tod in der Nordsee“ und das Publikum kommt so langsam in Feierlaune. Wir sind ja sowieso gut drauf und singen heut wirklich mal lautstark mit, was aber angesichts des mageren Publikums auch nicht die blödeste Idee ist.

Durch das Fehlen von Labörnski fehlen natürlich auch ein paar liebgewonnene Songs und seine Musical-Rolle bei „WSV im KaDeWe“ muss dann heute halt eben mal Fred übernehmen. Klingt auf jeden Fall sehr lustig.
Heute werden den Lippetalern und Zugereitsen natürlich auch die Songs des neuen Albums "SITZPOGO" präsentiert, wie z. B.: „Blasenschwäche“, „Gewalt“, „Weltklassemelodie“ und „Mücken“.
Ansonsten passiert heute eher wenig auf der Bühne, bei einigen der Monsters hat das zuvor besuchte Liedermacher-Festival in Kevelaer schon deutliche Spuren hinterlassen. ;-)
Fred kündigt dann an, dass es das neue Album auch dort drüben im „Flur“ zu kaufen gibt und sorgt damit für viele Lacher, als Stadtkind weiß man wohl nicht, was eine Scheune ist. *g*

Letzter Song ist dann mein absoluter Liebling vom neuen Album, und zwar „Die reine Poesie“. Hier ist nun Pensen doppelt gefordert, er darf heut mal 2 Glöckchen läuten.
Aber auch bei den Monsters gibt es noch eine Zugabe und am Ende schwenkt das Publikum selig zu „Sususu“ die Arme.
Der Hof leert sich dann auch relativ schnell, einerseits möchte ich zwar gern noch bleiben, aber da nicht mehr so wirklich was los ist und uns mittlerweile auch ein bißchen kalt wird, machen wir uns dann langsam aber sicher auch auf den Rückweg.

-Micha

Fotos von den 5Bugs
Fotos von den Schröders
Fotos von den Monsters of Liedermaching