Wohnraumhelden, die Schröders und Monsters of Liedermaching in Münster (Hafenfest)

Samstag, 13. June 2009 - Micha

Punkrock, die 2te: Ich bin tatsächlich ausgeschlafen, bei Bibi gibts Frühstück, dann gehts auch bald auf Richtung Münster. Unterwegs sammeln wir noch Nadine ein, ich sag noch schnell meiner Mama hallo, die seh ich ja schließlich auch nicht so oft. Nadine hat außerdem für Reiseproviant deluxe gesorgt, es gibt frische Erdbeeren, wie schön. :)

Münster ist ja nicht mehr weit, so vergeht der Rest der Fahrt auch ziemlich schnell, nur die Parkplatzsuche ist genauso wie erwartet: nicht ganz einfach. Klappt aber trotzdem, und so verlässt Nadine uns sofort, denn Gregor Hilden spielt bereits auf einer anderen Bühne allerfeinsten Jazz.

Wir machen uns aber auf den Weg zu "unserer" Bühne, hier spielt allerdings noch eine Schülerband, die nicht so sehr unseren Geschmack treffen, aber seis drum, jedem das seine. Bald treffen auch die Monsters ein, etwas später die Schröders, Nadine stößt wieder zu uns und auch Robert ist mit dem Zug angereist, der musikalische Teil des Abends kann also beginnen.

Ich sehe heut zum ersten Mal die Wohnraumhelden und bin schon sehr gespannt, nicht zuletzt ob der hübschen Bühnendeko. Obwohl noch nicht so viel los ist, ziehen die Wohnraumhelden das Publikum schnell auf ihre Seite, ein paar Fans sind auch schon da, die Stimmung ist also durchaus gut. Das Publikum wird auch oft und gerne mit eingebunden, die ganze Show ist sehr interaktiv und macht einfach Spaß. Auch die meisten Songs gefallen mir gut, auf jeden Fall muss ich viel lachen. ;-)

Liebe Wohnraumhelden: gerne wieder! :)

Nach etwa einer Stunde ist nach so vielen neuen Songeindrücken dann aber auch Zeit für die Schröders, auf die ich mich an diesen zwei Tagen sicher am meisten freue.
Der altbekannte Teppich wird auf der Bühne ausgrollt, Bibi und ich schwelgen bei diesem Anblick noch einmal in sehr lustigen Erinnerungen, die an dieser Stelle aber besser geheim bleiben. ;-)
Bald ertönt auch das Muppets-Intro, der Platz vor der Bühne ist nun schon deutlich voller, es haben sich viele Feier- und vor allem Pogowillige eingefunden.

Songtechnisch bietet das Schröders-Programm wie fast immer keine großen Überraschungen, was aber gar nicht weiter schlimm ist. Klassiker wie "Tag der offenen Tür", "Lass uns schmutzig Liebe machen" und "Frau Schmidt" kommen schließlich immer gut an und auch die Songs vom neuen Album werden nicht weniger gewürdigt.
Ein herber Kritikpunkt geht allerdings an den Sound, Burgers Stimme ist leider nur zu erahnen und wenn wir nicht wüssten, was er singt, würden wir wohl nicht viel verstehen. Schade.
Bei "Schrei" setzt sich mal wieder ein Großteil des Publikums bei Burgers Aufforderung hin, was natürlich bei so vielen Menschen schon ziemlich cool aussieht.
Viel zu schnell erklingt "Heute hier, morgen dort", danach dürfen die Schröders aber noch einmal für eine Zugabe zurück auf die Bühne.
Mir kommt es aber wirklich vor, als hätte ich den Schröders-Gig im Zeitraffer erlebt, so schnell ist die Zeit vergangen.

Es folgt also wieder eine Umbaupause, der Teppich verschwindet wieder und es werden stylische Barhocker auf die Bühne getragen.
Der Soundcheck geht auch flott und ich hoffe, dass dieses Mal das Verhältnis von Stimme und Gitarre etwas ausgewogener ist. Diese Sorge stellt sich aber zum Glück schon beim ersten Song als unbegründet heraus.

Burger startet mit "Tod in der Nordsee" und knüpft damit sehr schön an die Schröders an.
Es wird tatsächlich immer voller, es ist doch jedesmal wieder schön zu sehen, wie viele Fans die Monsters mittlerweile haben. Warum die betrunkenen, stinkenden Pöbler aber immer hinter uns stehen, ist uns bisher noch ein Rätsel. Irgendwann stellt sich dann heraus, dass die netten Herren aus Düsseldorf kommen, das war ja mal wieder klar. Ich scherze noch rum, dass die bestimmt später mit uns im Zug sitzen. So läuft das nämlich jedes Mal. Aber zurück zum Konzert.
Das Publikum geht super mit, zum Sitzpogo muss heute nicht aufgefordert werden, denn erstens stehen ja alle, und zweitens klappt das mit dem Pogo auch so schon stellenweise ganz gut.
Zu unserem schönen Punkrock-Wochenende passen dann auch Songs wie "Sabine hat auf Sand gebaut", "Sexkranker Expunker" und das "Punkermädchen" sehr schön.
Wunderschön von dem kleinen japanischen (?) Akkordeon begleitet ist auch heute wieder Rüdis "Weltklassemelodie", nur gehen die etwas leiseren Songs beinahe ein bißchen unter. Die meisten sind halt eher in Bierlaune, "Trinkt mit mir" passt da schon besser, alle schunkeln und prosten sich zu. :)
Schunkeln ist ja sowieso immer prima, besonders zu einem so witzigen Song wie Pensens "Pure Emotion".
Auch die großartige Western-Choreografie bei "Moti" muss von der Bühne aus bei so vielen Menschen irre lustig aussehen.
Auf einen meiner absoluten Favoriten muss ich auch heute nicht verzichten, hat Totte die Glöckchen gestern noch ganz allein geläutet, so sind heut wieder alle am Start bei der "Reinen Poesie".

Nach dem regulären Teil entschließen Bibi und ich uns allerdings, die erste Reihe zu verlassen und den Zugaben vom Rande des Geschehens zuzuhören. Dort angekommen stellen wir allerdings fest, dass es da nicht mehr viel zu hören gibt und wir nur noch raten können, was gerade gespielt wird. Auf Grund hunderter schwenkender Arme gab es aber offensichtlich auf jeden Fall "Sususu".
Traurig sind wir aber trotzdem nicht, wir haben schließlich in den letzten Tagen genug gerockt. :)

Bald sind auch die Zugaben vorbei und per Handy finden wir uns auch alle schnell wieder. Ein bißchen bleiben wir noch, quatschen noch kurz mit Totte, da heißt es erstmal lebewohl sagen bis September. Aber der kommt sicher schneller, als man denkt. ;)
Nadine und Bibi fahren dann wieder Richtung Norden, Robert und ich sitzen im Zug Richtung Süden, mit uns im Wagen die stinkender Pöbler aus der zweiten Reihe. War ja klar. ;-)

-Micha

Fotos von den Wohnraumhelden
Fotos von den
Schröders
Fotos von den Monsters of Liedermaching